Von Deutschland nach Australien

Wir sind beide in Deutschland aufgewachsen: Matze in Albstadt, Steffi in Langenargen. Später kamen Karlsruhe und Frankfurt dazu, und irgendwann ein Leben auf der anderen Seite der Welt. Nach vielen Jahren an Sydneys Northern Beaches, vor allem rund um Manly und Freshwater, fühlt sich Australien inzwischen nach Zuhause an. Wir sind australische Staatsbürger, aber ein ziemlich großer Teil von uns ist weiterhin deutsch geblieben.

Was wir gerade machen

Im Moment fahren wir mit Roger, unserem Ford Ranger, durch Australien. Der grobe Plan: ungefähr ein Jahr unterwegs sein und das Land gegen den Uhrzeigersinn umrunden. Die Route ist nicht festgeschrieben. Erst einmal wollen wir bis Perth kommen, dort eine Pause einlegen, nach Deutschland und vielleicht nach Asien fliegen, und danach von Perth aus wieder Richtung Sydney weiterfahren.

Das einfache Campingleben mögen wir sehr, auch wenn es nicht jeden Tag romantisch ist. Draußen kochen, Zelt aufbauen, Sand im Auto, Kleinigkeiten reparieren, Wasser auffüllen, wieder umpacken. Das gehört dazu. Gleichzeitig sagen wir zu einem richtigen Bett, gutem Essen, gutem Wein und einer warmen Dusche nicht nein. Ganz ehrlich: Wir sind wahrscheinlich in beiden Welten ziemlich gut aufgehoben.

Warum wir darüber schreiben

Unsere Familien und viele Freunde sind in Deutschland, und natürlich fehlen sie uns. Diese Seite ist eine Möglichkeit, sie ein Stück mitzunehmen, auch wenn sie nicht neben uns im Auto sitzen. Gleichzeitig schreiben wir auch für uns selbst. Solche Reisen werden schnell unscharf, wenn man sie nicht festhält.

Es geht hier nicht um ein Markenprojekt. Wir versuchen nicht, aus der Reise einen Job zu machen, und wir wollen auch nicht so tun, als wäre unterwegs alles schöner, sauberer oder entspannter, als es wirklich ist. Manche Tage sind besonders. Andere bestehen aus langen Fahrten, schlechten Straßen, Midges, Moskitos, Wäsche und Einkaufen. Beides gehört zur Reise.

Wer ist Roger?

Roger trägt unser Dachzelt, die Küche, Wasser, Recovery Gear, Regale, Boxen und das tägliche Durcheinander, das unterwegs automatisch entsteht. Das Setup ist nicht auf Show gebaut. Es soll funktionieren, reparierbar bleiben und sich anpassen lassen, wenn wir merken, dass etwas anders besser wäre.

Matze hat viel am Auto selbst gebaut: Regale, Stauraum, kleine Anpassungen und immer wieder neue Lösungen für die Frage, was wir wirklich brauchen und was nur im Kopf nützlich klingt.

Steffi hat einen großen Teil der Reiseplanung übernommen: wohin wir fahren, wann wir weiterziehen, welche Orte die Route bestimmen und was auf die Liste der Dinge gehört, die wir wirklich sehen oder machen wollen.

Wer ist Matze?

Matze ist Unternehmer und Software Engineer. Nach vielen Jahren in der Startup-Welt, zuletzt als technischer Mitgründer von Trade Ledger, war irgendwann Platz für etwas anderes: weniger Termine, weniger Laptop, mehr Abstand und mehr Zeit draußen.

Unterwegs ist Matze meistens der Fahrer, Fotograf und die Person, die am Setup herumoptimiert. Er fährt gern, auch weil er kein besonders guter Beifahrer ist. Er holt die Drohne heraus, macht zu viele Fotos, repariert Kleinigkeiten und spricht mit fremden Menschen, wenn die Neugier größer ist als die Introvertiertheit.

Er mag Bewegung, Kochen, gutes Essen, Ausrüstung, die funktioniert, und Ideen, die das Leben ein bisschen nachhaltiger machen.

Wer ist Steffi?

Steffi arbeitet in der Unternehmensberatung und hat die Büro-Outfits zumindest vorerst gegen Camp-Kleidung getauscht. Sie mag Abenteuer, aber genauso Kochen, Stricken, Lesen, Bewegung und Fitness. Außerdem beschäftigt sie sich viel mit gutem und gesundem Essen. Das ist ziemlich hilfreich, wenn die Küche aus einer Box im Heck eines Utes besteht.

Wie fest ist der Plan?

Fest genug, damit die Reise eine Richtung hat. Offen genug, damit sie sich unterwegs verändern kann. Wir haben eine grobe Runde und einen groben Zeitrahmen. Den Rest werden Wetter, Campingplätze, Familienbesuche, Straßenzustand und unsere Stimmung unterwegs mitentscheiden.